Während mein Vater starb, schrieb ich - am Krankenbett, in der Bahn, nachts in Schlaflosigkeit, auf Parkbänken. Dieses Buch bündelt jene Aufzeichnungen, unbearbeitet und roh. Der Versuch, den Tod zu begreifen und sich mit ihm zu versöhnen; zugleich eine Ode ans Leben und die Kunst, es anzunehmen und auszukosten, in jedem Moment.
Gedichte und Kurzprosa, mit Bildern von Sebastian Unterrainer
Moloko Plus Print // 2021
In seinem neuen Gedichtband erschafft Ralph Stieber ein außergewöhnliches poetisches Biotop: eine literarische Wohngemeinschaft, in der Charles Bukowski, Anne Sexton, Sylvia Plath, Jack Kerouac, Walt Whitman, Allen Ginsberg und andere aufeinandertreffen. In fiktiven Szenen lässt Ralph Stieber seine dichterischen Held:innen zu Wort kommen.
Es entstehen Gespräche über Leben und Tod, über Erfolg und Scheitern, über Zweifel, Hoffnung und Spotify. Ein poetischer Dialog, der die Frage stellt, was es heute noch bedeutet, Dichter:in zu sein und warum Gedichte nicht nur Kunst, sondern Orientierung sein können – gerade in Zeiten, in denen uns die Welt zunehmend entgleitet.
Der erste Band der Poetarium-Trilogie ist eine Hommage an legendäre Dichter:innen, aber zugleich ein sehr persönliches Buch über die Suche nach Sprache, Identität und der eigenen Stimme.
Stimmen zum Buch:
“Als eine Art selbstverständlich erlaubtes, in diesem Fall sogar geschätztes Lockmittel nutzt der Autor die klingenden Namen zahlreicher namhafter Lyrikerinnen und Schriftsteller, die er in seinem entsprechend betitelten zweiten Gedichtband Poetarium präsentiert. Und in den folgenden drei Kapiteln sucht er ihnen, ihren Lebensschreib- weisen so nahe zu kommen, dass sich aus den Berührungen Funken schlagen lassen für eigene Verse. Ein packendes Buch.”
Rolf Birkholz, Am Erker
44 Gedichte. Jedes Gedicht hat 4 Strophen. Jede Strophe hat 4 Zeilen. Jede Zeile hat 8 Silben
Chapbook, Gedichte von Marco Kerler & Dakini Böhmer
Rodneys Underground Press // 2022
Stimmen zum Buch:
„Ein Lyrikband, der beeindruckend den Möglichkeiten der Sprache wie dem poetischen Ich im umfassenden Dialog alles abzuverlangen weiß. Die große Erzählung des Lebens und der Liebe in Jubel, Schmerz und Abschied wird in Kraft, Präzession und Stille eines selbstbewussten lyrischen Doppel-Ich gesetzt, das in Rhythmik und Ansprache begeistert.“
Walter Pobaschnig, Literatur Outdoors
Welche Spuren hinterlassen wir in anderen Menschen? In Ralph Michael Stiebers Lyrik-Debüt »Wir waren hier« verweben sich popkulturelle Referenzen und existenzielle Fragen zu einer poetischen Erkundung des Lebens. Die Gedichte erzählen über die prägende Kraft von Musik, jugendliche Wut und die Magie und Einsamkeit von Großstädten. Ikonen wie The Clash, Sonic Youth, Beethoven, Buster Keaton und Kurt Cobain dienen Ralph Michael Stieber dabei als emotionale Ausgangspunkte seiner Suche nach Identität in einer chaotischen Welt.
Stiebers Metaphern und Sprachbilder sind zugänglich und verständlich – seine Gedichte sprechen direkt zu uns, als ob sie nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die Leser:innen geschrieben wären, die in ihnen ein Stück von sich selbst entdecken können. Wer nach moderner Poesie sucht, die Geschichten erzählt und Emotionen weckt, wird hier fündig. Ein Gedichtband, den man nicht nur lesen, sondern auch erleben kann.
Wir waren hier ist eine Hommage an die Komplexität des Daseins und an die Spuren und Narben, die wir in anderen und in der Welt hinterlassen – und die andere in uns hinterlassen.
Stimmen zum Buch:
Unter dem Titel »Wir waren hier« hat der aus Aschaffenburg stammende Autor, Schauspieler und Werbetexter Ralph Michael Stieber sein Lyrik-Debut veröffentlicht. Seine Gedichte sind melancholische, präzise beobachtete Skizzen, die sich zum Teil lesen wie Kurzgeschichten. Der Autor, der mittlerweile in Berlin lebt, beschreibt Chaos und Schönheit der Großstadt, er erinnert sich an Kindheit und Jugend, an Musik-Bands, die ihn prägten, an Begegnungen mit Menschen, mal flüchtig, mal intensiv.
Er erforscht Seelenzustände wie die Traurigkeit und Depression, die er als schwarzen Hund bezeichnet, den es zu zähmen und mit dem es sich anzufreunden gilt, da er sich sowieso nicht für immer vertreiben lässt. Die Erzählweise seiner Gedichte erinnert an Beat-Poets wie Jack Kerouac. Sie zieht den Leser hinein in einen Strom aus Gedanken, die nicht impressionistisch um sich selbst kreisen, sondern in Form poetischer Kurz-Erzählungen das Leben an sich mit all seiner Widersprüchlichkeit und Intensität porträtieren.
Susanne Hasenstab, Main-Echo
WIR WAREN HIER, Gedichte
Stadtlichter Presse, 2025
Dakini Böhmer – SPLITTER
15,00 Euro
Fragmente und intime Meditationen zu den Themen Selbstbild, Sinnsuche, inneren Dämonen und Alltagssituationen. Ein Auseinandernehmen des eigenen Ich, eine Gegenüberstellung von Schmerz und Zuversicht, Depression und Willensstärke.
Gedichte mit Bildern von Heinz Pelz
Moloko Plus Print // 2019
Dakini Böhmer –
BLAU-OHNE KONTUR
12,00 Euro
Ein Streifzug durch die Großstadt und den Alltag.
wenn die zigaretten husten
und der kaffee bitter schmeckt
ist kein guter tag
ist müdigkeit und angespannte
nervenkostüme in schwarz
dann ist schnell zeit für abend und wein
für bittere stunden in trance
die in schönheit auf papier zerfließen
als krakel in anmut gelesen
ich frage mich wohin das führt
und ob nur noch das von mir bleibt
wenn ich mich selbst verschlucke
und mich auf die straße spucke
Gedichte mit Illustrationen von Michael Blümel. Mit einem Vorwort von Hermann Borgerding. Rodneys Underground Press, 2021
Dakini Böhmer – FACE TO FACE
Wie steht es um die Menschenrechte in Zeiten der Digitalisierung? Das haben sich ukrainische Illustrator*innen (Pictoric) und deutsche Autor*innen (Land in Sicht + null22eins Magazin) während des Projektes „Face to Face - Menschenrechte im digitalen Zeitalter“ gefragt.
Über zwei Monate beschäftigten sie sich 2018 mit Menschenrechtsverletzungen, sozialer Ungleichheit und dem Einfluss der Digitalisierung auf die Gesellschaften in der Ukraine und Deutschland.
Zur Erinnerung an 30 Jahre Mauerfall bemalten Berliner Streetartists im November 2019 ein Stück Mauer in Berlin. Dakini Böhmers eigens dafür verfasstes Gedicht bildet den Mittelpunkt eines der entstandenen Kunstwerke.